Im Spiel gegen den bis dato verlustpunktfreien Spitzenreiter aus Pulheim startete die Overather Mannschaft schwach. Mit deutlich zu wenig Ehrgeiz bei einigen Spielern lag man schnell hinten. Pulheim nutzte die Schwächen in der Overather Abwehr, wie es sich für einen souveränen Spitzenreiter gehört, clever aus. So waren es vor der Pause immer wieder Einzelaktionen, die dem SSV die Tore ermöglichten. Zwischendurch lagen die Gastgeber mit bis zu 5 Tore im Rückstand. Kurz vor der Pause kam es dann zur vermutlich entscheidenden Situation. Der bis dahin gut aufgelegte Pulheimer Kreisspieler handelt sich die zweite Zeitstrafe ein, lamentiert mit dem Schiedsrichter, kassiert eine weitere Zeitstrafe und sieht damit die rote Karte.
Zu Wiederbeginn schafft der SSV es allerdings nicht die vierminütige Überzahl für sich zu nutzen. Erst nach gut 40 gespielten Minuten kommen die Overather in Schwung und können zehn Minuten vor Schluß erstmalig ausgleichen. Das Kämpferherz der Gastgeber kommt endlich zum Vorschein und die Angriffe werden konsequent bis zum freien Mann ausgespielt. In der Abwehr steht man geschlossener und kann die gewonnenen Bälle durch das schnelle Spiel nach vorne in leichte Tore ummünzen. So kann der SSV bis 90 Sekunden vor Schluss auf 32:29 davon ziehen. Pulheim schafft im Ballbesitz das 30. Tor. Doch in der letzten Overather Auszeit 60 Sekunden vor dem Ende beginnt eine große Diskussionsrunde zwischen den Gästen und dem Schiedsrichter Rebschloe, an derem Ende gleich drei Zeitstrafen für den PSC zu Buche stehen. So besteht in der letzten Minute keine Gefahr mehr für den Sieg der Overather und die erste Niederlage der Pulheimer.
Trainer Vogdt zum Spiel: “Wir haben nur schwer ins Spiel gefunden. Glücklicherweise konnte der PSC vor der Pause nicht komplett wegziehen. Nach dem Seitenwechsel hab ich dann eine ganz andere Overather Mannschaft gesehen. Es wurde miteinander gekämpft und clevere Wurfmöglichkeiten genutzt. So war das Spiel auf jeden Fall eine kurzweilige Unterhaltung für die zahlreichen Zuschauer. Schade ist nur, dass von den beiden Teams am Ende nur eins aufsteigen kann. Verdient haben es definitiv beide.”
SSV Overath: Steffen Gräff; Timo Pleus, Kay Fries, Oliver Geib, Sven Spiller, Aaron Nadig, Sebastian Standop, Nils Gerber, Florian Höller, Marco Laudenbach