Endlich war es so weit. Zu Gast war heute die Mannschaft aus Bergisch Gladbach. Beide Mannschaften kannten sich aus der Vergangenheit fast in und auswendig. Bergisch Gladbach hatte sich zielstrebig in der Tabelle immer weiter nach vorne gespielt. Eigentlich gab es keine Geheimnisse. Thomas Standop war wieder gesund und konnte die Mannschaft unterstützen. Auf Sven Kalok mussten wir diesmal leider verzichten (beruflich verhindert). Dies sorgte beim Trainer für eine leichte Magenverstimmung. Die Wichtigkeit sollte sich später noch als Problem herausstellen.
Der Trainer der Gäste hatte unsere 1 Herrenmannschaft sehr genau analysiert und wusste um die Schwächen in der Abwehr. Da dies auch unserem Trainer klar war, wurde in der Vorwoche auch vermehrt intensiv daran gearbeitet. Die Stärken der Gladbacher lagen bekannterweise in dem Angriffsspiel über den Kreisläufer und Rückraum links. Trotz dieser Information waren unsere Herren nicht in der Lage den Anweisungen durch den Trainer Folge zu leisten. Man hatte den Eindruck, dass alle Vorgaben durch die Bank auf taube Ohren stießen. Von der 1. Minute an zeigten die Gäste, dass die Punkte mit nach Bergisch Gladbach gehen würden. Nach wenigen Minuten konnte man an der Körpersprache des SSV erkennen, dass heute bei vielen Spielern der absolute Wille zum Sieg nicht zu erkennen war. Auch wenn es bis zu 15. Minute 5:6 für die Gäste stand, war schon fast zu erkennen wie das Spiel weiterhin verläuft. Dies wurde dann auch durch den Halbzeitstand von 9:15 für die Gäste bestätigt. Hier wurde dann auch klar, warum Sven Kalok fehlte. Die Abwehr war nur wenig in der Lage hart und entscheidend zu agieren. Immer wieder kamen die Gäste bis zu Halbzeit mit den gleichen Spielzügen zum Erfolg.
Nach einer deutlichen Analyse und Ansprache kamen unsere Herren dann aus der Pause zurück. Auch wenn unsere Jungs zum Teil recht bemüht waren, war nach wenigen Minuten zu erkennen, dass hier heute nichts zu holen war. Manchmal gibt es eben Tage, da geht einfach nicht. Enttäuschend war allerdings das eines Spielers, der dann in dieser Phase deutlich zeigte, dass er nicht bereit war mit dem Rest der Mannschaft um ein positives Ergebnis zu kämpfen. Da die Halle aufgrund der Weihnachtsfeier sehr gut besucht war, hinterließ diese Aktion einen sehr faden Beigeschmack. An diesem Wochenende war Bergisch Gladbach verdient der Gewinner. Das Spiel endete sehr deutlich 20:31 für die Gäste. Eine bittere Erfahrung, aus der sicher alle etwas gelernt haben.
SSV Overath: Philipp Meister, Lukas Hofemann; Michael Vogdt (3/1), Thomas Standop (2), Sebastian Standop (4), Matthias Wasser (4), Johannes Greven (1), Johannes Wiehe (1), Tobias Drefahl (5), Alexander Lutze, Simon Greven, Sebastian Greven, Max Terörde, Lars Siebenhaar