Akt 3
…über Lieblingsgegner…
14.06.09, Sonntag Abend: Die Saison ist endgültig vorbei, das Turnier in Berghausen als Sieger der Herzen abgeschlossen. Nach meiner Umfunktionierung auf Zeit vom Torwart zum Stürmer und zwei Toren gegen einen äußerst hilfsbereiten Thierer Schnapper hab ich mich nicht lumpen lassen, zu Hause mit mir angestoßen und gleich zwei Gläser Multivitamin-Schorle geleert – auf Ex. Fühle mich jetzt so was von bereit, das nächste Kapitel im Saisonbuch 08/09 aufzuschlagen…
Drei saftige Niederlagen hieß es nun also wegzustecken. Die Realität hatte uns eingeholt, das Tabellenende trat mächtig aufs Gaspedal um uns einzuholen. Also mussten wir wieder umsteigen, vom Dreirad aber zumindest mal in einen Fiat Panda wechseln um Paroli zu bieten und die Mannschaften zu schlagen, die schwächer waren als wir. Wipperfeld, Bensberg und Jan Wellem gehörten nicht in diese Kategorie, soviel war klar.
Der SV Thier hingegen, seines Zeichens am 12.10.08 unser nächster und rückblickend betrachtet auch Lieblingsgegner, passt wohl besser in diese Gattung als jede andere Mannschaft in der vergangenen Spielzeit. Nur gegen die Jungs aus der Weltstadt und die Truppe von NK Croatia gelangen uns sowohl Hin- als auch Rückspielsiege, wobei wir uns gegen die Sportplatz-Wandervögel aus Bergisch Gladbach erheblicher schwerer taten.
5:3 hieß es nach Abpfiff, die Thierer mit leeren Händen zurück in den schönen Oberberg geschickt und unser bis dahin mit Abstand bestes Spiel abgeliefert. Zwei Tore steuerte gar unser in Untereschbach vom Punkt erfolgloser Mario bei (es tut mir schrecklich leid, aber auf ewig werde ich dich damit aufziehen müssen, damit du nie nie nie wieder auf die Idee kommst, einen Elfmeter zu schießen. Außer du kannst hieb- und stichfeste Beweise vorlegen, dass es unter deinen Vorfahren keine direkten oder indirekten Verwandtschaftsverhältnisse zu Engländern oder irgendwelchen Menschen gibt, die jemals Fisch and Chips gegessen haben), der sich in diesem Spiel das „Super“ – Attribut verdient zurückerarbeitet hatte.
Den freien Fall also vorerst aufgehalten, galt es nun im nächsten Spiel den erneuten Heimvorteil auszunutzen…
…und Flutlichtspiele
…und am darauf folgenden Mittwoch Abend im Derby gegen Marialinden nachzulegen. Im Gegensatz zum Rückspiel einige Monate später, waren wir mit den Jungs vom Berg auf Augenhöhe und konnten das Gegentor aus der ersten Minute noch egalisieren.
Mehrere Möglichkeiten wurden danach allerdings teilweise kläglich vergeben, sodass man annehmen musste, dass der ein oder andere Spieler auf beiden Seiten mit akuter Nachtblindheit zu kämpfen hatte. Die eher bescheiden funktionierenden Flutlichter auf der „Cyriax-Kampfbahn“ vermochten dagegen nicht anzukämpfen. Auch ich startete an diesem Abend Überlegungen, ob ich nachts noch mit mir Auto fahren solle.
Aber gut, ein Punkt war ja immerhin heraus gesprungen und der Aufwärtstrend bestätigt worden. Mit Spannung erwarteten nun alle das nächste Derby, denn nur vier Tage später ging es gegen die Nachbarn aus Vilkerath. Dieses Spiel sollte allen noch länger in Erinnerung bleiben – ich werde es wohl kaum je vergessen können.