AKT 1
…über das Schnuppern an der Spitze
Die Vorbereitung erfolgreich abgeschlossen, (war doch so, oder?…besimmt) gings also zum ersten mal um Punkte.
Wir hätten natürlich jeden genommen, aber dass der erste Gegner der Mitaufsteiger aus Wipperfürth war, war bestimmt kein Nachteil für uns.
Mein Kopf gibt keine großen Erinnerungen bezüglich des Spielverlaufs her. Das bedeutet nicht zwingend, dass nichts Erwähnenswertes passiert ist und falls es wirklich so sein sollte, dass ich irgendwelche Fallrückzieher, 40m – Flankenwechsel oder Hackentricks vergessen haben sollte, entschuldige ich mich hiermit bei den beteiligten Stolperern.
Wichtig war – wir gewannen unser erstes Spiel mit 2:1 auswärts und fuhren mit drei Punkten und unter tosenden „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ – Rufen am Wipperfürther Reiterplatz, der die Kabinen vom Platz trennt (kanns echt nur im Oberberg geben), zurück Richtung Heimat.
Meine Worte nach dem Spiel: „Wir steigen schon mal nicht ohne Auswärtssieg wieder ab.“ Ein bisschen Tiefstapelei schien mir im Siegestrubel angebracht…
Am zweiten Spieltag brachten dann die Rösrather drei Punkte für uns als Begrüßung in der neuen Spielklasse mit. Völlig harmlos agierend luden sie uns zu zwei Toren ein, ohne auf ein eigenes Erfolgserlebnis zu bestehen. Ein Einstand nach Maß und ich erinnere mich nach dem Spiel gesagt zu haben: „Sicher ist: Jetzt steigen wir auch nicht ohne Heimsieg wieder ab.“
So manch Overather Akteur, unter anderem unser hinter den Spitzen agierender Fair Play – Preisträger 2009, mag wohl gedacht haben: „Wenn wir so weiter machen, dann spielen wir richtig oben mit“
Und wer weiß schon, was passiert wäre, wenn eine Woche später unser Gastspiel in Untereschbach pünktlich abgepfiffen worden wäre. Dann wären es 9 Punkte aus drei Spielen gewesen, der Gipfel erreicht, die Aufstiegsschale schon so gut wie in den Händen gehalten.
Meine sehr verehrten Damen und Herren: Sie sind nun alle angehalten für einen Zeitraum von mindestens 60 Sekunden den Erfinder (mit Sicherheit ein Oberberger) des Konjunktivs zu verfluchen.
Denn leider kam es anders.
Was war passiert? Fiel dem Schiri in der 90. Minute seine Pfeife hin? Fand er sie erst 4 Minuten und 2 Untereschbacher Tore später wieder? War es die Rache für die verfrühte Bier-Bestellung von Gero Rolfes? Wollten höhere Mächte dem TUS schlicht seine Platzeinweihung nicht verderben? Oder spielte etwa der Bösewicht Bowser mit seinen Muskeln, sorgte dafür, dass sein ewiger Konkurrent Super-Mario den Elfmeter zum möglichen 4:1 verschoss und legte dem SSV danach noch zwei Yoschi-Eier ins Nest?
Fragen, deren Antworten wohl unmöglich zu finden sind. Fakt ist und bleibt: Das Spiel endete 3:3 unentschieden und das Schnuppern an der Spitze fand hier den Anfang vom Ende. Was folgte, waren weitere Dämpfer und ungleiche Kämpfe mit den drei Großen…mehr dazu in Akt 2 des Saisonrückblicks 2008/2009.