Den Sieg des Gastgebers als unverdient zu bezeichnen entspräche vielleicht nicht ganz der Wahrheit. Dass er glücklich zustande gekommen ist und dass das Spiel durchaus auch hätte anders ausgehen können war aber jedem der Zuschauer und der Beteiligten klar, die sich am vergangenen Sonntag zum Spiel am Vilkerather Sportplatz eingefunden hatten. Denn erst in der Nachspielzeit gelang dem SC der Siegtreffer, der den Traum des ersten Derby-Sieges des SSV in dieser Saison platzen lies und die Gastelf um ihren verdienten Lohn brachte. Doch fangen wir von vorne an…
Mit dem Anpfiff war klar, dass die Schallenberg-Elf dem stark ersatzgeschwächten Gast spielerisch überlegen sein würde. Doch standen die Overather in der Defensive eng, kompakt und außergewöhnlich gut, sodass die Vilkerather sich das ein oder andere Mal nur mit eher bescheidenen schauspielerischen Einlagen einen Vorteil zu verschaffen versuchten.
Mit der Zeit gewann die Elf des Trainergespannes Rabet/Kleemann an Selbstvertrauen und traute sich in der Vorwärtsbewegung immer mehr zu, ohne allerdings wirklich zwingend zum Abschluss zu kommen. Ein Manko, das man nach den 5 Heimspieltreffern gegen Thier eigentlich überwunden zu haben glaubte. Fehlte hier und da also die nötige Durchschlagskraft, kam in der zweiten Halbzeit auch noch das Pech dazu. Ein scharf vor das gegnerische Tor gezogener Freistoß von Labinot Tahiray landete nur am Pfosten. Dem leider, wie Insider wissen, zum wiederholten Male nur durch unqualifizierte Aussagen den Zuschauern gegenüber auffallende SCV-Keeper wäre hier nur das Nachsehen geblieben.
Doch so kam es, wie es kommen musste und die Jungs des SSV erfuhren einmal mehr, wie grausam der Fußball sein kann. Dass das Spiel 90 Minuten dauert ist nicht nur eine abgedroschene Phrase, sie entspricht auch allzu oft nicht der Wahrheit. Denn es ist erst vorbei, wenn der Schiedsrichter tief Luft holt und mehrfach in seine Trillerpfeife bläst. Dies geschah am Sonntag erst in der 93. Minute….zwei Minuten nachdem die Vilkerather das Siegtor erzielten und drei Minuten nachdem sich der Autor und Torwart so schwer verletzte, dass im nächsten Heimspiel Christoph Wendeler zu seinem ersten Einsatz kommen wird.
Junge: Die Mannschaft steht voll hinter dir!
Leider ist man jetzt erst mal gezwungen, die Tabelle von unten nach oben zu lesen, will man den Tabellenstand des SSV möglichst schnell finden. Es liegt nun allein an der Mannschaft, dies bis zur Winterpause zu ändern. Unterstützung wird dazu von allen Seiten benötigt, vor allem von den hoffentlich zahlreich erscheinenden Zuschauern am kommenden Sonntag (wegen der Zeitumstellung schon um 14:30 Uhr) am Sportplatz in Cyriax zum Spiel gegen den Tabellennachbarn NK Croatia.